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Das Bild zeigt einen Siegerpokal.

Arbeitgeberbewertungsportale haben hohe Relevanz

Plattformen wie bspw. kununu, auf denen Arbeitgeber bewertet werden können, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Trendence informieren sich knapp drei Viertel der Befragten auf diesen Portalen über potenzielle Arbeitgeber. Davon stellt jeder Vierte große Unterschiede zwischen der Arbeitgeberkommunikation und den dort gespiegelten Meinungen fest. Das erzeugt Misstrauen und bringt harte Konsequenzen für rekrutierende Unternehmen mit sich: Mehr als die Hälfte der Kandidaten sehen in solchen Fällen von einer Bewerbung ab. Denen, die sich dennoch bewerben, liegen die Differenzen zwischen Mitarbeiterbewertungen und Außendarstellung so sehr auf der Seele, dass sie diese im Gespräch thematisieren wollen.

Die Ergebnisse zeigen, wie relevant die Pflege der eigenen Profile auf Arbeitgeberbewertungsplattformen ist. Es lohnt sich, bspw. in Form von Kommentaren auf Bewertungen einzugehen, sich ehrlich und authentisch zu präsentieren und auch mal einen Fehler einzugestehen. Wenn der schöne Schein nach außen von Insider-Berichten regelmäßig widerlegt wird, macht sich ein Unternehmen sehr unglaubwürdig und schadet sich im Endeffekt selbst, wenn es um erfolgreiche Mitarbeitergewinnung und -bindung geht. In unserem HR-Wissen-Artikel erläutern wir die Funktionsweise von kununu und geben hilfreiche Tipps für den Umgang mit der Plattform. Schauen Sie doch mal rein!

Corona hat negative Auswirkungen auf Situation von Azubis

Nicht nur Schüler und Studenten haben unter den Folgen der Corona-Pandemie zu leiden – auch Azubis trifft es, wie eine aktuelle Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unter 16.000 Betrieben zeigt. Demnach werden in Deutschland weniger junge Leute ausgebildet – und auch weniger im Anschluss an die Ausbildung von ihrem Betrieb übernommen.

In Unternehmen, die Auswirkungen der Pandemie verzeichnen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, Ausbildungsverträge abzuschließen, um 6,7 Prozent. Nach dem ersten Lockdown sank die Übernahmequote von wirtschaftlich betroffenen Betrieben um 9,6 Prozent im Vergleich zu Betrieben, die keine Einbußen hatten. Diese Entwicklung zahlt negativ auf den sich verstärkenden Fachkräftemangel ein. Am stärksten betroffen sind Gastronomie, Logistik und verarbeitende Industrie. Die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Bergbau und das Baugewerbe spürten hingegen kaum negative Auswirkungen.

Überfachliche Kompetenzen werden wichtiger

Eine aktuelle Studie der Bundesagentur für Arbeit bestätigt, was sich in Stellenanzeigen schon lange zeigt: Immer mehr Unternehmen wünschen sich von ihren Kandidaten überfachliche Kompetenzen.Besonders begehrt sind mit 44 Prozent personale Kompetenzen wie Selbstständigkeit, direkt gefolgt von sozial-kommunikativen Kompetenzen wie Teamfähigkeit mit 43 Prozent.

Dabei steigt die Relevanz dieser Eigenschaften mit der Komplexität der Arbeitsanforderungen. Ausgenommen hiervon sind die personalen Kompetenzen – diese nehmen mit steigenden Leistungsansprüchen sogar ab. Und auch die Größe eines Betriebs spielt eine tragende Rolle. Die Umfragen haben gezeigt: Arbeitgeber mit 200 Angestellten und mehr messen den überfachlichen Fähigkeiten einen wesentlich höheren Stellenwert bei als Firmen mit 20 bis 49 Mitarbeitern.

Doch die Untersuchung belegt auch, dass fachliche Kenntnisse noch immer am wichtigsten sind. 75 Prozent der im Rahmen dieser Studie analysierten Stellenanzeigen, die über die Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben sind, fordern Fachkompetenzen. Auch in Zukunft wird also vermutlich die passende Mischung aus Fähigkeiten und Anforderungen darüber entscheiden, ob Kandidat, Unternehmen und Vakanz matchen.  

Equal Pay Day & Weltfrauentag

Am 7. und 8. März 2022 haben Frauen in Deutschland angeblich etwas zu feiern: Equal Pay Day und den Weltfrauentag. Aber die Realität sieht leider nicht ganz so feierlich aus: Im Schnitt verdienen Frauen in Deutschland noch immer 18 Prozent (in Hamburg sogar 21 Prozent) weniger als Männer. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit auf Platz 24 von 28.

Insbesondere der Equal Pay Day soll auf diese „Gender Pay Gap“ aufmerksam machen. Dieser internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Er wird in zahlreichen Ländern an unterschiedlichen Tagen begangen.

Üblicherweise kennzeichnet der Equal Pay Day rechnerisch den Tag, bis zu dem oder ab dem Frauen unentgeltlich arbeiten würden, wenn sie ab oder bis zu diesem Tag die gleiche Lohnsumme wie die Männer bekämen. Bereinigte Daten unter Berücksichtigung „strukturbedingter Faktoren“ wie Branche, Teilzeit und Minijobs werden alle vier Jahre erhoben. Auch hier ergibt sich noch immer eine deutliche Differenz – für gleiche Arbeit.

Da das Entgelttransparenzgesetz erst bei Betrieben ab 200 Beschäftigten greift, wissen Frauen häufig nicht einmal, dass sie ungerecht vergütet werden. Deshalb arbeiten der Sozialverband Deutschland, Frauenverbände und die Politik weiter mit Hochdruck an einer besseren Lösung.

Gerne beraten wir Sie zum Thema gleichberechtigte Zielgruppenansprache in Personalmarketing und Employer Branding: Sprechen Sie uns an!

Gehaltsreport 2022: Das verdient Deutschland

Gemeinsam mit der Gehaltsdatenbank Gehalt.de hat die Online-Jobbörse StepStone den Gehaltsreport 2022 veröffentlicht. Ziel: mehr Gehaltstransparenz für eine bessere Verhandlungsbasis bei Neueinstellungen.

Das Bruttodurchschnittsgehalt liegt bei 51.009 Euro, der Median bei 44.074 Euro. Dabei zahlen Unternehmen in Süddeutschland am meisten. Ganz vorne liegt Hessen mit einem Mediangehalt von 47.840 Euro, danach folgen Arbeitgeber aus Baden-Württemberg (47.806), Hamburg und Bayern (je 46.800 Euro). Bei den Städten führt Frankfurt (54.080) vor München (53.886 Euro) und Stuttgart (53.592 Euro).

Am meisten kosten Unternehmen Ärzte (78.317 Euro), Vertriebler (62.379 Euro) und Consultants (62.119 Euro). Entscheidend für die guten Gehälter sind vor allem ein hohes Maß an Verantwortung und Fachwissen, die umfangreiche und teils langwierige Ausbildung sowie die starke Konkurrenz am Arbeitsmarkt.

Für die Analyse wurden 618.404 Gehaltsdaten ausgewertet, davon stammten 64 Prozent von Männern und 36 Prozent von Frauen.  Die Angaben zu den Durchschnittsgehältern sind im Hinblick auf das Gender Pay Gap und das ungleiche Geschlechterverhältnis der Befragten also mit Vorsicht zu genießen. Denn laut statistischem Bundesamt verdienten Frauen beispielsweise im Jahr 2020 durchschnittlich 18 Prozent weniger je Stunde als Männer. Sind Frauen bei einer Befragung unterrepräsentiert, wird dieser Effekt noch verstärkt. Alle weiteren Infos zum Gehaltsreport 2022 finden Sie hier.