Aktuelles

Neuer „Gehaltscheck 2023“ gibt Aufschluss über Durchschnittseinkommen

Noch immer sind die Gehälter der anderen ein Tabuthema in Deutschland. Um hier für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit zu sorgen, legt kununu, die führende Plattform für Arbeitgeberbewertungen, jetzt den „Gehaltscheck 2023“ vor. Die Analyse der in Deutschland bezogenen Verdienste basiert auf Daten zu Vollzeitstellen und rund 566.000 Gehaltsangaben, die zwischen Januar 2021 und Dezember 2022 auf kununu.com abgegeben wurden.

Demnach liegt das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in Deutschland bei 48.538 Euro. Arbeitnehmende mit Personalverantwortung verdienen im Vergleich dazu 14.293 Euro mehr. Mit über zehn Jahren Berufserfahrung steigt das durchschnittliche Gehalt auf 57.565 Euro.

Die Plätze eins bis drei der bestbezahlten Jobs belegen Partnerinnen und Partner mit 146.818 Euro, Chefärztinnen und Chefärzte mit 136.861 Euro und Werkleiterinnen und Werkleiter mit 102.568 Euro. Platz eins der beliebtesten Positionen – auf Basis der auf kununu am meisten gesuchten Jobs – belegen Projektmanagerinnen und Projektmanager, gefolgt von Softwareentwicklerinnen und -entwicklern und Kaufmännischen Angestellten. Ihre Gehälter liegen zwischen 38.394 und 60.565 Euro.

Einen Fokus legt die Gehaltsstudie zudem auf Berufsgruppen, die laut der „Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit“ besonders gesucht sind: Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, Erzieherinnen und Erzieher, Servicekräfte in der Gastronomie und Verkaufskräfte im Einzelhandel. Hier liegen die Durchschnittsgehälter zwischen 27.422 und 38.093 Euro.

Am zufriedensten mit ihrem Verdienst sind übrigens Arbeitnehmende in der Versicherungs- und IT-Branche sowie in Beratung/Consulting – gleichzeitig sind das auch die Branchen, die mit Gehältern zwischen 57.475 und 59.629 Euro im oberen Durchschnitt locken.

Neue Studie zeigt: Ausbildungen sind heute beliebter als angenommen

Wie und wo finden wir die Fachkräfte von morgen? Das beschäftigt und besorgt Unternehmen gestern wie heute. Viele ihrer Ausbildungsstellen bleiben Jahr um Jahr unbesetzt. Ansätze zu einer Lösung des Problems liefert jetzt ein Blick in den aktuellen „Ausbildungsmonitor“, eine Studie des Forschungsinstituts für Bildung und Sozialökonomie (FiBS) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Die Studie zeigt: Während immer mehr Abiturientinnen und Abiturienten statt ins Studium in eine Berufsausbildung gehen, wächst gleichzeitig die Anzahl derjenigen Schülerinnen und Schüler, die kein Abitur haben – aber auch keinen Ausbildungsplatz. So ist der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten, die eine duale oder schulische Ausbildung aufgenommen haben, von Beginn der Aufzeichnung in 2002 bis ins Jahr 2021 auf fast 50 Prozent des jeweiligen Abgängerjahrgangs angestiegen. Bei den Jugendlichen, die lediglich einen Hauptschulabschluss in der Tasche haben, ist der Trend nahezu umgekehrt: Hier sank die Übergangsquote von der Schule in eine Ausbildung im dualen System auf unter 70 Prozent.

Hinzu kommt die große Gruppe der sogenannten NEETs – gemeint sind damit die Jugendlichen, die weder in Beschäftigung, Bildung oder Ausbildung sind (Not in Employment, Education or Training). Im vergangenen Jahr wurden in dieser Gruppe und bezogen auf die 15- bis 24-Jährigen 630.000 Personen gezählt.

Für Unternehmen, die ihre Ausbildungsplätze besetzen möchten, lässt sich aus den Ergebnissen des aktuellen „Ausbildungsmonitors“ somit zweierlei ableiten: Zum einen die Möglichkeit, bei der Ansprache potenzieller Azubis künftig sehr fokussiert die Abiturientinnen und Abiturienten ins Auge zu nehmen. Und zum anderen die Chance, über geeignete Recruiting- und Ausbildungskonzepte gerade für Jugendliche mit Hauptschul- oder ohne Schulabschluss ein großes Potenzial künftiger Fachkräfte im eigenen Haus zu erschließen.

Schweizer Unternehmen aufgepasst: die SwissICT Salärstudie 2023 geht an den Start

Jährlich erhebt die SwissICT Salärstudie die Löhne von Angestellten in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Ergebnisse bieten aktuelle Angaben zum Einkommen der Beschäftigten in Relation zu Faktoren wie Beruf/Kompetenzstufe, Branche, Alter, Unternehmensgröße und Region. Allein im vergangenen Jahr nahmen 290 Unternehmen an der Studie teil und reichten dabei knapp 38.000 Datensätze ein.

In diesem Jahr erweitert SwissICT die Studie erstmalig um die Erhebung einiger relevanter „Employment Conditions“. Die zusätzlichen Fragen betreffen beispielsweise Homeoffice-Regelungen, Feiertage oder die Sollarbeitszeit. Damit können die bereits bestehenden Auswertungen vertiefter analysiert und ein erweiterter Kontext gegeben werden. Erste fundierte Daten stellt der Fachverband bereits Ende August zur Verfügung.

Ihr Unternehmen möchte bei der diesjährigen Befragung mitmachen? Hier gehts zur Voranmeldung.

Als Teilnehmer erhalten Sie ein Exemplar der Standardauswertung als eBook mit den Kompetenzstufen Junior, Professional und Senior. Hinzu kommt ein vereinfachter und kostenreduzierter Zugang zu den Detailstudienauswertungen.

Bei Fragen steht Ihnen cornelia.ammon@swissict.ch als Produktmanagerin gerne zur Verfügung.

Am 08.03.2023, um 16:15 Uhr, ist zudem ein einstündiger Online-Informations-Event geplant, zu dem Sie sich jetzt kostenlos anmelden können.

Frauen im Vorstand bleiben weiterhin eine Ausnahme

Laut des Herbstberichts der deutsch-schwedischen AllBright Stiftung haben 2022 erstmalig drei DAX-Konzerne einen ausgewogenen Anteil von Männern und Frauen in Führungspositionen erreicht: Continental, Siemens Healthineers und Fresenius Medical Care. Insgesamt bleibt die weibliche Vorstandsquote von 160 notierten DAX-, MADX- und SDAX-Unternehmen jedoch niedrig: Nur 14,2 Prozent der Positionen sind von Frauen besetzt.

Die Studie zeigt einen deutlichen Trend: Je größer und internationaler die Unternehmen sind, desto höher ist der Frauenanteil im Vorstand. Die Mehrheit der Großkonzerne an der Frankfurter Börse erreicht die angestrebten 40 Prozent, die laut EU-Richtlinie eine ausgewogene Vertretung von Männern und Frauen darstellen. Deutlich weniger weibliche Top-Managerinnen verzeichnen mittelständische Betriebe: MDAX-Unternehmen kamen laut Studienergebnis auf 11,3 Prozent, SDAX auf 10,4 Prozent.

Auch im internationalen Vergleich hinkt Deutschland weit hinterher: Während der Frauenanteil in der Top-Etage der 40 größten Börsenkonzerne in den USA bei etwa 31 Prozent liegt, folgen Großbritannien (27,9 Prozent) und Frankreich (24,8 Prozent) immerhin noch knapp dahinter. Deutschland, mit einem Anteil von 20,2 Prozent im DAX, und Polen (16,1 Prozent) markieren das Schlusslicht.

New-Work-Studie: Wertewandel und Neuausrichtung im Unternehmen

Die durch das aktuelle Weltgeschehen entstehenden Herausforderungen zwingen Firmen immer stärker dazu, auch bei ihren Werten und Standards nachzujustieren. Die Ergebnisse der internationalen Mercer-Studie „Global Talent Trends 2022“ zeigen fünf zentrale Themenfelder, die uns einen Vorgeschmack auf zukünftige Unternehmenskulturen geben. Wir haben diese Trends für Sie zusammengefasst:

Regulierung von Prioritäten
Die Arbeitswelt mit ihrer individuellen Anpassung an aktuelle Entwicklungen – erst Pandemie, dann Krieg – erfordert auf allen Seiten Klarheit. Innerhalb der eigenen Struktur Prioritäten zu setzen, hilft bei der Marktpositionierung. Um weiterhin relevant zu bleiben, sollten Unternehmen ihre Werte neu definieren und wissen, wofür sie stehen: Es gilt, Haltung zu zeigen. Wer das versäumt, wird für Arbeitnehmer weniger attraktiv.

Arbeiten auf Augenhöhe
Heutzutage könnte der größte Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens darin bestehen, interne Partnerschaften zu schließen und durch gleichberechtigte Beziehungen eine vertrauensvolle Umgebung zu schaffen. 90 Prozent der HR-Verantwortlichen sind überzeugt, dass es dazu mehr braucht als Homeoffice und Co. Arbeitnehmer gaben an, lieber mit einem Unternehmen arbeiten zu wollen als für das Unternehmen.

Multidimensionale Gesundheit
Für ein ganzheitliches Wohlbefinden im Team zu sorgen, liegt gleichermaßen in der Verantwortung des Arbeitgebers. Und dort besteht offenkundig dringender Handlungsbedarf: 81 Prozent der befragten Mitarbeitenden fühlten sich gemäß der Studie in diesem Jahr von Burn-out bedroht. Steigende Unsicherheit und mangelnde Wertschätzung befeuern diese Grundstimmung zusätzlich. Zukunftsorientierte Unternehmen fördern aktiv ein gesundes Arbeitsverhalten im Hinblick auf soziale und wirtschaftliche Bedarfe.

Passgenaue Fortbildungsmöglichkeiten
Kompetenzen-Upgrading ist eine der Schlüsselaufgaben jedes Unternehmens. Doch obwohl 91 Prozent der befragten Mitarbeitenden Angebote zur Weiterbildung in Anspruch genommen haben, herrscht auf Unternehmensseite große Diskrepanz zwischen dem Qualifikationsangebot und der tatsächlichen Nachfrage. Erfolgreiches Mitarbeitenden-Management versteht den aktuellen Talentbedarf und bringt die Personalplanung durch agile Kompetenzkonzepte auf ein stetig hohes Niveau.

Kollektiven Richtungswandel nutzen
New-Work-Modelle haben in den letzten zwei Jahren ihren Einzug in den Berufsalltag gefunden und zu einer exponentiellen Beschleunigung der Arbeitswelt geführt. Eine sich rasant ausbreitende kollektive Ermüdung war die Folge. Um gemeinsam wieder in Schwung zu kommen, werden Umstrukturierungen, die menschliche Komponenten fördern statt Automatisierung zu fokussieren, richtungsweisend sein. So wünschen sich 51 Prozent der Befragten zukünftig mehr Zeit für Hobbys und Gesundheit sowie insgesamt eine ausgewogenere Arbeitszeitgestaltung. Zeigen Sie aufrichtiges Interesse an den Wünschen Ihres Teams und schaffen Sie beispielsweise Zugänge zu flexiblen Arbeitsmodellen, um den Richtungswandel für Ihr Unternehmen produktiv zu nutzen.