HR-Wissen

Ausbildungsmarketing


Ob aufgrund des demografischen Wandels, zunehmender Akademisierung oder nachlassendem Interesse an vielen Berufen: Jedes Jahr bleiben Tausende von Ausbildungsstellen unbesetzt. Angesichts des Azubi-Mangels fragen sich immer mehr Unternehmen, wie sie die junge Generation besser erreichen und ihr Azubi-Recruiting optimieren können. An genau dieser Stelle kommt das Ausbildungsmarketing ins Spiel.

Was ist Ausbildungsmarketing?

Azubimarketing ist eine Spezialform des Personalmarketings. Von Werbung auf Instagram über Broschüren bis hin zu Unternehmensprofilen auf Ausbildungsportalen: Es umfasst alle konkreten Bestrebungen und Maßnahmen, die ein Betrieb unternimmt, um sich als Arbeitgeber bekannt zu machen und seine Ausbildungsplätze mit geeigneten Nachwuchskräften zu besetzen.

Warum ist Ausbildungsmarketing so wichtig?

Bereits seit vielen Jahren gibt es deutlich mehr Ausbildungsstellen als Azubis. Damit hat auch in diesem Bereich eine schleichende Entwicklung von einem Arbeitgebermarkt hin zu einem Bewerbermarkt stattgefunden. Darüber hinaus beklagen viele Unternehmen, dass die Qualität der Bewerbungen den eigenen Anforderungen nicht gerecht wird. Um seine Ausbildungsstellen langfristig weiterhin besetzen zu können, ist es daher unerlässlich, dass Arbeitgeber sich aktiv darum bemühen, wahrgenommen zu werden und ihre Vorzüge ansprechend zu präsentieren.

Worauf sollten Unternehmen beim Ausbildungsmarketing achten?

Die Mediennutzung von jungen Menschen verschiebt sich schon seit längerem immer stärker in Richtung online. Dies untermauern zahlreiche Studien wie die ARD-ZDF-Onlinestudie, die sich jährlich mit dem Mediennutzungsverhalten der jungen Generation auseinandersetzt oder die Schweizer JAMES-Studie. Gleichzeitig bestätigen andere Erhebungen, dass auch Print-Produkte immer noch hoch im Kurs stehen. Beispielsweise zeigte die Schülerbefragung 2019 der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, dass 48 Prozent der Befragten bei der Berufsorientierung Broschüren von Unternehmen nutzen. Dementsprechend kommt es wie so oft auf einen guten Mix an. Dabei immer im Fokus: die Zielgruppe. Denn auch die teuersten Werbemaßnahmen führen nicht zum Erfolg, wenn Sie nicht die Sprache Ihrer (potenziellen) Azubis sprechen. Nehmen Sie sich also möglichst die Zeit, den Austausch mit aktuellen Auszubildenden zu suchen und diese um Feedback und eigene Ideen zu bitten.

Welche Ausbildungsmarketing-Maßnahmen sind sinnvoll?

Eine gute Maßnahmenplanung erfolgt individuell und hängt von vielen Faktoren ab, dazu zählt neben der Zielgruppe beispielsweise auch der Standort. Nichtsdestotrotz lassen sich einige Beispiele nennen, die in vielen Fällen funktionieren:

  • Karrierewebsites mit Fotos, Videos und interaktiven Features
  • Social-Media-Profile und -Werbung
  • Berufsorientierungs- und Recruiting-Events speziell für Schüler
  • Eigene Veranstaltungen, Betriebsbesichtigungen und die Bereitstellung von Praktikumsplätzen
  • Plakate und Flyer in regionalen Behörden
  • Werbung in Schulen (z. B. Postkarten)
  • Banner in Schüler-Apps (z. B. scoolio)
  • Out-of-Home-Werbung

Fazit

Um erfolgreiches Azubimarketing zu betreiben, sollten sich Unternehmen zunächst intensiv mit der Zielgruppe, ihren Interessen und Bedürfnissen auseinandersetzen. Beispielsweise haben zahlreiche Studien gezeigt, dass sich Auszubildende zunehmend nach sinnstiftenden Tätigkeiten sehnen. Wer verstanden hat, was seine Zielgruppe bewegt und auf einen ausgewogenen Maßnahmenmix mit Fokus auf die entsprechende Region setzt, kann sein Azubi-Recruiting gezielt verbessern.

 

 

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